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„In einer Stunde Spiel kann der Mensch mehr lernen, als in einem ganzen Leben Gespräch.“ (Plato) Workshops:Die Beschäftigung mit der Schauspielerei und dem Theater hat mich nachhaltig beeinflusst. Sie hat aus dem eher Introvertierten einen offenen Menschen gemacht, aus dem schlaksigen Jungen einen, der in seinem Körper wohnt und sich darin auskennt. Sie hat den Kopfmenschen zu einem gemacht, der auch auf seinen Bauch hören kann, aus dem Schüler, der nicht gerade durch Fleiß und Sorgfalt auffiel, einen ambitionierten Menschen, dem Zuverlässigkeit wichtig ist. Vor fünf Jahren habe ich angefangen, mein Wissen und meine Erfahrungen in Workshops und Schauspielkursen weiterzugeben. Es bereitet mir viel Freude zu sehen, wie junge Menschen davon profitieren können, wie sie sich öffnen und Neues erleben. Das Schönste daran ist, dass auch ich selbst dabei immer wieder beschenkt werde: meine eigene Kreativität wird gefördert und ich lerne jedes Mal etwas dazu. Zwei Dinge sind mir dabei besonders wichtig: die Toleranz und das Verständnis, das man erwirbt, wenn man einmal in die Rolle „des Anderen“ schlüpft, und die Erkenntnis, dass sich Begriffe wie „Richtig“ und „Falsch“, zumindest in der Kunst oder für den kreativen Menschen, arg relativieren - oft ist ein sogenannter „Fehler“ die Quelle für Kreativität und neue Erfahrungen. Ich biete Workshops zu verschiedenen Themen und für verschiedene Altersgruppen an. Hier eine kleine Auswahl: - Bewegung und Verkörperung - Wahrnehmen und Umsetzen - Offenheit und Präsenz auf der Bühne - Sinnliche Wahrnehmung - Kontakt und Spontaneität - Atmung und Stimme - Improvisation - Figurenarbeit Das Workshop-Programm stelle ich individuell nach den Bedürfnissen, dem Alter und der Erfahrung der Teilnehmer zusammen. Theater ist ein Kinderspiel – Theaterspielen mit allen Sinnen "Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen..." (Max Reinhardt) Spiel als Schule fürs Leben - Theater als Spiel Im Spiel lernen Kinder die Welt kennen. Sie bereiten sich aufs Leben vor.Im Theater wird gespielt. Theater ist wie ein Labor, ein Vergrößerungsglas unter dem man das Leben untersuchen kann. Die frühesten Wurzeln des Theaters reichen zurück in die Vorzeit, es hat den Menschen seit seinen Anfängen begleitet. Schon vor der Entwicklung der Sprache haben unsere Vorfahren ihre Umwelt imitiert, sich im (rituellen) Spiel mit ihrem Lebensraum auseinandergesetzt. Sie haben sich durch Gestik und Mimik verständigt, so wie wir es immer noch tun, wo sprachliche Mittel versagen. Ganzheitlichkeit Auch Kinder ahmen ihre Umwelt nach. Sie kommunizieren auf verschiedenen „Kanälen“. Mit zunehmendem Alter tritt die verbale Verständigung in den Vordergrund, die Körpersprache wird sekundär, unscharf, sie rutscht ins Unbewusste ab. Spätestens in der Schule setzt dann die Spezialisierung ein: Bewegung, Denken, der Umgang mit Stimme und Sprache, Musikalität und Kreativität werden voneinander getrennt und oft gar nicht oder erst Jahre später wieder mühsam zusammengeführt. Beim Theaterspiel sind diese „Teilaspekte“ des Lebens verbunden, der (Schau-)Spieler kann seinen ganzen Körper, seine Persönlichkeit, seine Erfahrung, seinen Geist und seine Seele einbringen, kann „Bauch“ und „Kopf“ als Einheit erleben. Theater als bewusster Spielprozess Dem Schauspieler ist immer bewusst, dass er spielt. Theater ist Kommunikation, es will etwas erzählen. Im Unterschied zum „freien Spiel“, sind die Aktionen gerichtet, die Kräfte werden kanalisiert. Diese „Einschränkung“ stellt aber keine Limitierung dar, sie reduziert die Möglichkeiten auf ein überschaubares Maß. Die Phantasie wird angeregt, die Kreativität gefördert. Wer bin ich, wer sind die anderen? Beim Theaterspielen kann man sich kennenlernen, man kann „ganz“ man selber sein. Man kann aber auch mal jemand anderer sein. Jemand, den es gibt oder jemand, den man erfindet. Dadurch erfährt man „von selbst“, dass es auch noch andere Standpunkte gibt als den eigenen, man versteht, dass andere anders fühlen. Als Gruppenprozess fördert das Theaterspielen Verständnis, Toleranz und soziale Kompetenz. Alle arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, und das erreicht man – entgegen einem weitverbreiteten Vorurteil – auch am Theater am besten, wenn alle an einem Strang ziehen. Wozu das Theater? Anders als bei der Musik oder dem klassischem Ballett, kann man beim Schauspiel bereits ohne große technische Fertigkeiten zu beachtlichen Ergebnissen kommen. Die Grundregeln des Theaters vermitteln sich beim Spielen. Natürlich benötigt der „Profi“ neben dem Talent auch sogenanntes „Handwerkszeug“. Dieses soll und kann in meinen Kursen nicht vermittelt werden. Die Schwerpunkte sind Kreativität und Spontaneität, sich selbst und andere Kennenlernen, Ausdruck und nicht zuletzt das Agieren in einer Gruppe. Ich vertrete einen spielerischen und ganzheitlichen Ansatz. Kinderspiele mit „Theater-schwerpunkt“ und „kinderleichte“ Schauspielübungen, die Körper, Geist und Emotion fordern und fördern. Die Kinder können Geschichten erfinden oder existierende Geschichten erleben. Sich aktiv mit ihnen auseinandersetzen, statt nur zu konsumieren. Einen spielerischen Zugang zu „Literatur“ entwickeln. Sich in einem (fast) unbeschränkten Spielraum, nämlich der Theaterwelt austoben. Die Grenzen von Wahrheit und Dichtung ausloten. Einen Freiraum erobern, in dem Kreativität wichtiger ist als „Richtig“ und „Falsch“, „Wahr“ oder „Erfunden“. Die Kurse: Ich möchte die Kinder an verschiedene Formen des Theaterspiels und des damit verbundenen kreativen Ausdrucks heranführen. Um nicht von Anfang an unter Zugzwang und Druck zu stehen, ist nicht geplant, gemeinsam ein Stück auf die Bühne zu bringen. Denkbar ist eine kleine Präsentation am Ende des Kurses, damit die Kinder ihren Eltern und Freunden zeigen können, was sie im Kurs gemacht haben, und natürlich damit das „Publikum“ eine Gelegenheit hat, die kleinen Darsteller zu bewundern. Die einzelnen Sessions bestehen aus einem spielerischen Warm-Up, das den Kindern hilft, anzukommen und den Alltag abzustreifen, und das sie auf den folgenden Teil einstimmt. Dieser zweite Teil hat einen thematischen Schwerpunkt, das können Rollen- oder Statusspiele sein, das gemeinsame Entwickeln einer Geschichte, Theatersport, „Techniken“ wie Mimik oder Gestik, oder die praktische Auseinandersetzung mit verschiedenen Theater-formen – von der Handpuppe über die Pantomime bis zum eigentlichen Schauspiel. Zum Ausklang gibt es noch ein gemeinsames Spiel oder einfache Entspannungsübungen. Mit den „Größeren“ möchte ich außerdem eine (altersgerechte) Theatervorstellung besuchen und/oder an einer Theaterführung teilnehmen. Letztlich richtet sich das Programm flexibel nach den Interessen und Bedürfnissen der Gruppe. Was ich nicht willEs handelt sich bei den Kursen um keine wie auch immer geartete Schauspielausbildung, ich will keine kleinen „Superstars“ erzeugen. Ebenso wenig möchte ich – was man leider im Amateurtheaterbereich oft sieht - die Kinder „dressieren“, damit sie dann „schön ihren Text aufsagen“. Ich möchte, ausgehend von den Kursteilnehmern, ihre Kreativität fördern und ihnen ihre persönlichen Möglichkeiten bewusst machen, sie dazu bringen, ihre eigenen, persönlichen Mittel einzusetzen. Ich biete zwei Kurse für je 8-12 Teilnehmer: Theater ist ein Kinderspiel Für die 5- bis 7-jährigen. 10 Treffen á 60 Minuten. Theaterspiele, Geschichten, Figurentheater, Pantomime, kleine selbstentwickelte Szenen Theaterspielen mit allen Sinnen Für die 8- bis 10/11-jährigen. 10 Treffen á 90 Minuten. Theaterspiele, Geschichten, Rollenspiele, Maskenspiel, Theatersport, Theaterbesuch/-Führung Für beide Kurse sollte bequeme Kleidung mitgebracht werden. Zu den Kursgebühren kommen gegebenenfalls noch (geringe) Materialkosten für Figuren, Kostüme, Requisiten etc. und die Kosten für den Theaterbesuch bzw. die Theaterführung. SchultheaterworkshopsDieses Angebot richtet sich speziell an Schultheatergruppen oder Schulklassen, die dabei sind ein Klassenspiel zu erarbeiten. Da ich selbst im Schultheater meine ersten Erfahrungen mit der Bühne gesammelt habe, ist es mir ein Anliegen, das know-how über das ich inzwischen als Profi verfüge weiterzugeben. In meinen Workshops gebe ich kleine, aber nützliche technische Kniffe weiter, wir machen Spiele, die die Motivation und die Spielfreude (wieder) heben und ich helfe Euch, Eure Rollen zu "verkörpern", das heißt, die Rolle nicht nur zu erfassen, sondern sie mit allen Mitteln, über die Ihr als Schauspieler verfügt, "über die Rampe zu bringen" und mit Leben zu füllen. Der Workshop gliedert sich normalerweise in drei Teile:
Im Übrigen folgen diese Workshops keinem bestimmten Strickmuster, sondern werden ganz nach Euren Bedürfnissen zusammengestellt, je nach Stück, Theaterform, Altersgruppe oder Erfahrungshorizont Eurer Gruppe. Für die Spielleiter gibt es dabei natürlich auch einiges zu profitieren. Schließlich können Sie die Übungen ja weiterverwenden. Außerdem stehe ich Ihnen natürlich für alle Fragen, die die Spielleitung betreffen zu Verfügung. Und keine Angst: ich verstehe mich dabei als Coach oder Trainer und nicht als Regisseur, ich werde also nicht in die Inszenierung eingreifen...
Unterricht:Sie haben sich entschlossen Schauspieler zu werden, wissen aber nicht wie? Nun es führen viele Wege auf die Bühne bzw. vor die Kamera. Der gängigste ist inzwischen der Besuch einer Schauspielschule. Sie besorgen sich also die einschlägigen Adressen und bewerben sich. Nur tun das ca. 1000 Andere auch jedes Jahr in Deutschland, in Österreich und der Schweiz. Und von diesen 1000, die sich an einer Schule bewerben, werden dann 10 oder 15 aufgenommen. Man tut also gut daran, sich gründlich vorzubereiten und hierbei kann ich Ihnen helfen. Ich habe selbst zweimal die Ochsentour quer durch die Republik gemacht und dabei reichlich Erfahrungen gesammelt. Die Prüfer, die mir prophezeit hatten, daß ich für den Beruf des Schauspielers ungeeignet sei, hatten übrigens offenbar Unrecht, sonst könnte ich ja nicht neun Jahre erfolgreiche Arbeit in diesem Beruf vorweisen. Ich kann ihnen dafür allerdings auch nicht (mehr) böse sein, unter 1000 Bewerbern 10 auswählen, das möchte ich nicht machen müssen. Darüberhinaus war ich auch bei etlichen Vorsprechen an Theatern beteiligt - als Vorsprechender wie als Zuschauer, ich denke also ich weiß, worauf es ankommt. Das Wichtigste ist allerdings beim Vorsprechen, daß alles, was der Schauspieler tut, wirklich an seine Persönlichkeit angebunden ist und daß die Ideen von ihm selbst kommen. Was ich in meiner Arbeit mit Schülern erreichen will, ist ihnen zu helfen, diese eigenen Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Auf den Schauspieler kommt es an, nicht auf die Inszenierung! |
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